Achtsamkeit beschreibt mehr als Achtung vor sich selbst und Anderen; meint mehr als Meditation oder Yoga; ist nicht Entspannung, obwohl Entspannung für sie wichtig ist.

Achtsamkeit ist eine innere Haltung, die das Denken, Sprechen und Handeln beeinflusst. Sie kann als Methode in der Sozialen Arbeit angewandt werden und ebenso zur professionellen Haltung werden.

Jon Kabat- Zinn umschreibt Achtsamkeit (mindfulness) als eine bestimmte Form von Aufmerksamkeit, die absichtsvoll ist, den gegenwärtigen Moment erfasst und nicht wertend ist.

In beratenden und helfenden Berufen stellt sich manchmal ein Problem als so verfahren dar, dass nur eine neue Sichtweise helfen kann Lösungsstrategien zu entdecken. Hier kann Achtsamkeit helfen eine andere Sichtweise auf alte Muster, Erfahrungen und Schwierigkeiten zu finden.

Es gilt zu üben all das was im eigenen Gewahrsein auftaucht zunächst ruhig und gelassen wahrzunehmen, Übersprunghandlungen zu vermeiden, Vorurteile abzubauen um zu sehen wie die Situation wirklich ist. Denn nur wer das sieht, kann am Ende auch angepasst handeln.

Teilnehmer_innen der Weiterbildung werden sich mit verschiedenen Arbeitsfeldern und –ansätzen von Achtsamkeit auseinandersetzen.

Achtsamkeit hat sich in der Behandlung von Menschen mit Depressionen, Borderlinestörung und chronischen Schmerzen durchgesetzt. Therapieansätze werden sowohl im klinischen als auch ambulanten Bereich angewandt.

Die Weiterbildung wird neben der Theorie zum Thema insbesondere Raum für eigene Erfahrung und Praxis sein. Hierzu werden einige Elemente auch in der Natur stattfinden. Übungselemente aus Yoga, Kampfkunst, Wildnispädagogik und der mindful based stress reduction (MBSR) bilden den Praxisteil.